Ich hiess Sabina Spielrein
  [nicht mehr im Kino - Release: 10. April 2003]
   
 

Ein Film von Elisabeth M√°rton • Sabina Spielrein (1885-1942) war eine Frau, die alles wollte: Karriere, Liebe und Kinder. Sie war intelligent und gebildet, vielseitig interessiert und sowohl musisch wie naturwissenschaftlich aussergew√∂hnlich begabt. Als sehr junge Frau war sie C.G. Jungs erste Analyse-Patientin in der Nervenklinik Burgh√∂lzli in Z√ľrich. Im Verlauf dieser Analyse war eine Liebesbeziehung zwischen Arzt und Patientin entstanden, die - heikel und schwierig - andauerte und schliesslich in einem eigentlichen Fiasko endete.

Nach ihrer Gesundung studierte Sabina Spielrein Medizin und arbeitete sp√§ter selber als Psychoanalytikerin und Kinderpsychologin - ein in der Pionierzeit der Psychoanalyse nicht un√ľblicher Weg. Ihre h√∂chst anspruchsvollen wissenschaftlichen Publikationen waren wegweisend, ihr Schicksal jedoch blieb lange im Dunkeln. Sabina Spielreins erst k√ľrzlich entdeckten Aufzeichnungen aus dieser Zeit zeigen die Anf√§nge der Psychoanalyse in einem neuen Licht. In ihrem Briefwechsel mit C.G. Jung und Sigmund Freud wird der Einfluss, den sie auf die beiden Hauptfiguren der Bewegung hatte, deutlich. Der vieldiskutierte Bruch zwischen den beiden M√§nnern war nicht nur das Ergebnis einer wissenschaftlichen Kontroverse. Hinter der Fassade des akademischen Disputs spielte sich ein menschliches Drama in Szenen von Liebe und Eifersucht, Misstrauen und Entt√§uschung ab, in dem Sabina Spielrein zwischen den Fronten stand.

Es war Sabina Spielreins Schicksal, in Widerspr√ľchen leben zu m√ľssen. Im Widerspruch zwischen Psychose und Psychoanalyse, wissenschaftlicher Karriere und b√ľrgerlichem Familienleben, zwischen 'freier Liebe' und Mutterschaft. Diese Gegens√§tze finden sich auch in ihrer Positionierung als Frau in einer fast ausschliesslich m√§nnlich dominierten Akademikerwelt, als Russin in Europa, als J√ľdin mit grosser Faszination f√ľr das Christentum und die germanische Kultur, als Mittlerin zwischen Freud und Jung, als Opfer von Stalin und Hitler.


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REGIE:
Elisabeth M√°rton
PRODUKTION:
Helgi Felixson
CAST:
Eva √Ėsterberg
Lasse Almebäck
Mercedez Csampai
DREHBUCH:
Elisabeth M√°rton
Signe Maehler
Yolande Knobel
KAMERA:
Robert Nordström
SCHNITT:
Yolande Knobel
MUSIK:
Vladimir Dikanski
AUSSTATTUNG:
Jan √Ėqvist

LAND:
Frankreich
Deutschland
Schweden
Dänemark
Finnland
Schweiz
JAHR: 2002
LÄNGE: 90min