Vollenweider
  [nicht mehr im Kino - Release: 21. Oktober 2004]
   
 

Die Geschichte eines Mörders - Ein dokumentarischer Kriminalfilm • Sarnen, 18. Oktober 1940, 1:55 Uhr. Hans Vollenweider wird von zwei Polizisten begleitet in die Werkstatt der Strafanstalt Sarnen geführt. Dort warten bereits zwei protestantische Pfarrer, zwei Kantonsbeamte, der Kantonsarzt und – für die Anwesenden nicht sichtbar – der Henker. Vollenweider, 1908 in Zürich geboren, wird mit der Guillotine hingerichtet. Er war der letzte Mensch, der nach zivilem Recht in der Schweiz zum Tod verurteilt wurde.

Der Film folgt den Stationen des dreifachen Mörders, indem er neben Zeitzeugen vor allem Hans Vollenweider selbst zu Wort kommen lässt – über Aussagen, die er in Briefen und Verhören gemacht hat.

Warum wird ein Mensch, den Schulkollegen als liebenswürdig und hilfsbereit in Erinnerung haben, zu einem skrupellosen Mörder? Und warum kommt es noch 1940 in Obwalden zu einer Hinrichtung? Verbrechen schockieren uns immer wieder und verlangen nach Bestrafung. Aber welche Strafe ist gerecht? Fragen, die nichts von ihrer Aktualität einbebüsst haben. Vor allem, seit eine Mehrheit von Schweizerinnen und Schweizern die lebenslange Verwahrung von schweren und rückfallgefährdeten Verbrechern verlangt.


© 2017 Frenetic Films

VERLEIH: Frenetic Films

 

REGIE:
Theo Stich
PRODUKTION:
Lumen Film
DREHBUCH:
Theo Stich
KAMERA:
Pio Corradi
SCHNITT:
Mirjam Krakenberger
TON:
Dieter Meyer
MUSIK:
Christoph Stiefel
Jürg von Allmen

LAND:
Schweiz
JAHR: 2004
LÄNGE: 74min