The Turin Horse
  [nicht mehr im Kino - Release: 15. März 2012]
   
 

Ein Film von Béla Tarr • „Am 3. Januar 1889 tritt in Turin Friedrich Nietzsche durch die Tür des Hauses Via Carlo Alberto 6. Nicht allzu weit weg von ihm hat der Kutscher einer Pferdedroschke Ärger mit einem widerspenstigen Pferd. Trotz all seiner Ermahnungen weigert sich das Pferd, sich in Bewegung zu setzen, woraufhin der Kutscher die Geduld verliert und zur Peitsche greift. Nietzsche nähert sich dem entstehenden Gedränge und setzt dem brutalen Verhalten des Kutschers ein Ende, indem er schluchzend seine Arme um den Hals des Pferdes legt.
Sein Vermieter bringt ihn anschliessend nach Hause, und zwei Tage lang liegt er bewegungslos und stumm auf dem Sofa, ehe er berühmte letzte Worte spricht und noch weitere zehn Lebensjahre stumm und umnachtet unter der Obhut von Mutter und Schwestern verbringt. Was mit dem Pferd geschah, wissen wir nicht.“
So Béla Tarr im einführenden Vorspanntext seines Films. Er beschreibt in unmittelbarem Anschluss an das Ereignis mit grosser Genauigkeit das Leben des Kutschers, seiner Tochter und auch des Pferdes. Gedreht hat der ungarische Regisseur in seiner unverwechselbaren Handschrift: mit langen Kameraeinstellungen, in Schwarzweiss und unter weitgehendem Verzicht auf Dialoge.


© 2012 Vega Distribution

VERLEIH: Vega Distribution

 

REGIE:
Béla Tarr
PRODUKTION:
Gábor Téni
CAST:
János Derzsi
Erika Bók
Mihály Kormos
DREHBUCH:
László Krasznahorkai
Béla Tarr
KAMERA:
Fred Kelemen
SCHNITT:
Ágnes Hranitzky
TON:
Gábor ifj. Erdélyi
MUSIK:
Mihály Vig

LAND:
Ungarn
Frankreich
Deutschland
Schweiz
USA
JAHR: 2011
LÄNGE: 146min