Halleluja! der Herr ist verrückt
  [nicht mehr im Kino - Release: 01. April 2004]
   
 

Wenn es eine Wahrheit gibt, dann liegt sie sicher nicht in der Norm • Der Künstler Adolf Wölfli, die Schriftsteller Robert Walser und Friedrich Glauser. Sie alle haben eines gemeinsam. Das Irrenhaus Waldau bei Bern – heute eine moderne psychiatrische Universitätsklinik – war für sie Stätte des Schaffens und der Zuflucht.

Der Psychiater Walter Morgenthaler hat Anfang des 20. Jahrhunderts aus Werken Wölflis – dem Urvater der Art Brut – und anderer Waldaupatienten seine berühmte Kunstsammlung begonnen, die heute über 3'000 Werke umfasst und im Psychiatriemuseum der Waldau aufbewahrt wird. Die meisten der 25'000 von Wölfli beschriebenen und bemalten Blätter sind inzwischen in den Besitz der Adolf Wölfli Stiftung im Kunstmuseum Bern übergegangen.

HALLELUJA! DER HERR IST VERRÜCKT porträtiert sechs Menschen, die wir bei ihrer kreativen Arbeit und im Leben kennen lernen. Sie alle teilen zwei Gemeinsamkeiten: eine lange Krankengeschichte und einen starken künstlerischen Ausdruckswillen. Sie leben Morgenthalers Idee und die Tradition von der Waldau als eigentlichem Künstler-Refugium weiter.

Kaum wegzudenken aus dem Umfeld der Waldau sind zwei Handwerker der Klinik: Der Schlosser Heinz Feldmann hat jahrzehntelang Material zusammengetragen, das nun im Psychiatriemuseum der Waldau zu sehen ist. Ihm ist es zu verdanken, dass die Sammlung Morgenthaler gerettet wurde. – Und Malermeister Otto Frick kümmert sich um die künstlerisch ambitionierten Patienten und steht ihnen mit Rat und Tat bei.


© 2017 Frenetic Films

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REGIE:
Alfredo Knuchel
PRODUKTION:
Alfredo Knuchel
DREHBUCH:
Alfredo Knuchel
KAMERA:
Peter Guyer
Norbert Wiedmer
SCHNITT:
Stefan Kälin
TON:
Balthasar Jucker
Alain Roulet
MUSIK:
Mischa Käser

LAND:
Schweiz
JAHR: 2004
LÄNGE: 87min