FACE
  [nicht mehr im Kino - Release: 12. Juni 1998]
   
 

Nach «Priest» der neue Film von Antonia Bird • FĂĽnf Gangster aus dem Londoner Eastend ĂĽberfallen ein Gelddepot und geraten sich beim Verteilen der Beute in die Haare . «Face», der neue Film von Antonia Bird («Priest»). erzählt eine Geschichte klassischen Zuschnitts, reich an Action, Konflikten und Spannung.

Regisseure wie John Huston, Stanley Kubrick und Quentin Tarantino hat der tragische Bruderzwist unter Kriminellen schon zu grossen Filmen inspiriert. Antonia Bird nimmt den Plot zum Anlass einer ebenso energiegeladenen wie eigenständigen Neuinterpretation und beweist, dass man kein Mann zu sein braucht, um die fatale Männerbündelei wirkungsvoll auf die Leinwand zu bringen.

Stilsicher verbindet Bird den amerikanischen Gangsterfilm mit dem englischen Realismus a la Ken Loach und siedelt die Geschichte im Osten Londons an, wo die Arbeitslosenquoten hoch und die Zukunftsperspektiven düster sind. Ihre Gangster sind genau jene Leute, die bei Margaret Thatchers Umbau der Gesellschaft zu kurz kamen. Zwei von ihnen sind Familienväter, die mit der Beute ihren Lebensunterhalt bestreiten wollen. Ray, ihr Anführer, war früher politisch aktiv. Nach Thatchers Wahlsieg resignierte er und wurde kriminell. Nur die Liebe zur Heimleiterin Connie verbindet ihn noch mit seinem alten Leben.

Verkörpert wird Ray von Robert Carlyle. «Trainspotting» und «The Full Monty» haben den hageren Schotten zum Star gemacht. In «Face» beweist er erneut seine Vielseitigkeit und mimt in einwandfreiem Londoner Slang den gebrochenen Gangster, der eigentlich nur ein anständiges Leben führen möchte.

«Face» ist ein Gangsterfilm von Format. politisch engagiert. hervorragend gespielt. packend inszeniert. Ein Film, mit dem Antonia Bird auf eindrückliche Weise ihren Rang als eine der wichtigsten Vertreterinnen des neuen britischen Kinos bestätigt.


© 2017 Frenetic Films

VERLEIH: Frenetic Films

 

REGIE:
Antonia Bird
PRODUKTION:
David M. Thompson
Elinor Day
CAST:
Robert Carlyle
Ray Winstone
Steven Waddington
Philip Davies
Damon Albarn
Lena Headey
Peter Vaughan
DREHBUCH:
Ronan Bennett
KAMERA:
Fred Tammes
SCHNITT:
St. John O'Rorke
MUSIK:
Andy Roberts
Paul Conboy
Adrian Corker
AUSSTATTUNG:
Chris Townsend

LAND:
England
JAHR: 1997
LÄNGE: 105min